04/21/15

Lebendigkeit

Das Gegenteil von Lebendigkeit ist der Tod. Daher wird wohl jeder damit einverstanden sein, dass Lebendigkeit ein wichtiger Faktor für ein glückliches Leben ist.

Im Jahre 1905 schrieb Max Weber bereits von der „Mechanisierten Versteinerung„, die unserem Zeitalter drohe mit der Aussicht auf „Fachmenschen ohne Geist, Genußmenschen ohne Herz: dies Nichts bildet sich ein, eine nie vorher erreichte Stufe des Menschentums erstiegen zu haben1.

Bewegung ist Leben, aber in der Tat sind die Menschen unbeweglicher, versteinerter geworden. Eine Dienstleistungsgesellschaft, wie die unsere, bannt das Volk immer mehr an die Schreibtische. Aber vor allem geht es darum nicht die Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und das Mitgefühl im digitalen Zeitalter zu verliehren. Sei es durch Zeitmangel oder durch digitale Distanz. Dem beschleunigten Fortschritt muss sich beinahe jeder unterwerfen, ob er will oder nicht. Ein Beispiel: Haben Sie Kinder, können sie dem Kind in unserer heutigen Gesellschaft das Smartphone ab einem bestimmten Zeitpunkt, ob sinnvoll oder nicht, nicht mehr verwehren, da es alle haben. Außenseiter will man als Jugendlicher nicht sein. Das Smartphone ist Unterhaltungs und Kommunikationszentrale und als solche bindet es viel Zeit. Wichtige oder unwichtige Zeit sei mal dahingestellt, aber Zeit, die im Nachhinein nicht als besonder lebendig wahrgenommen wurde. Ich würde sagen, nahezu alle Jungendliche verbringen mehr Zeit damit, sich in den sozialen Netzwerken um sich und und die Optimierung ihres eigenen Profils zu bemühen, als sich um die Bedürfnisse anderer zu kümmern. Möchte man also über Lebendigkeit sprechen muss man auch über vom Markt geformte Bedürfnisse sprechen.

Lebendigkeit bedarf einer Beziehungsform zu der Außenwelt. Diese Beziehung kann u.a. in Personen, der Natur oder auch in Sachgegenständen, z.B: Büchern, gefunden werden. Nur muß „das Andere da draußen mit mir so in Beziehung treten, dass ich durch diese Beziehung selbst verändert werde […] Lebendigkeit ist deshalb Anverwandlung von Welt, nicht bloß Aneignung von Stoff„,  so der Soziologe Hartmut Rosa. 2 Lebendigsein bedeutet, über vibrierende Resonanzdrähte verbunden zu sein, in einem Antwortverhältnis zum Leben zu stehen, so Rosa weiter.

Lebendigkeit lässt sich nicht planen, sie erwächst aus den Schwingungen die uns in der Interaktion mit der Außenwelt treffen. Erfahrungen. Wer vernunftgetrieben lebt, lebt nicht lebendig, da die Reaktionen auf sein Leben vorhersehbar sind. Die Resonanzdrähte schwingen nicht. Lebendigkeit bedeutet sich überraschen zu lassen und offen der Welt entgegenzutreten, Neues zu erforschen, sich treiben zu lassen und dabei Fehler machen zu dürfen.

Eine Gesellschaft, die unablässigen Fortschritt und Verbesserung, also Wachstum fordert, lässt wenig Raum für Lebendigkeit. Eine Politik, die aus Vernunftsgründen Wirtschaftswachtum fordert, bringt den Menschen mechanisierte Versteinerung und Depression. Aufgabe eines Staates, der ernsthaft glückliche Bürger zum Ziel hat, ist es, die Rahmenbedingungen zu schaffen, die Lebendigkeit im öffentlichen Leben überhaupt zulassen.  Hierfür muss z.B. über Entschleunigung, ein Grundeinkommen, über Freiheit und Partizipation gesprochen werden.

04/14/15

Öffentliche Grundversorgung

Die öffentliche Grundversorgung ist die Daseinsvorsorge für alle Bürger und soll ein gutes Leben in unserem Staat ermöglichen. Sie bildet den Rahmen zum glücklich sein. Zu ihr gehören Verkehrs- und Beförderungswesen (Öffentlicher Personenverkehr), Gas-, Wasser-, und Elektrizitätsversorgung, Müllabfuhr, Abwasserbeseitigung, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Krankenhäuser, Friedhöfe, öffentliche Bäder, Telekommunikation, etc. und auch Soziale Sicherheit. Ich würde noch gerne die Natur hinzufügen. Warum denkt bei der Öffentlichen Grundversorgung niemand an die Natur? Man kann nie genug davon haben und wenn wir sie schonen, wird irgendwann die Natur unser größter Reichtum sein.

Sind diese Dinge für jedermann gleichermaßen zugänglich, sind die Weichen für ein gutes Leben richtig gestellt. Diese Grundversorgung muss daher zu einem angemessenen, für jedermann bezahlbaren Preis angeboten werden, weshalb es Aufgabe des Staates ist, dies zu regulieren. Hierbei müssen wiederum die Ärmsten einer Gesellschaft das Maß der Dinge sein. Bus fahren, Museen besichtigen, Schwimmen gehen als Hartz IV-ler – derzeit schwierig. Auch Chancengleichheit bei Bildung und Gesundheit kann derzeit heftig bezweifelt und diskutiert werden.

Die Privatisierung bzw. der Verkauf dieser staatlichen Aufgaben kann nicht funktionieren, da private Unternehmen nicht das Wohl des Volkes, sondern ihre eigene Gewinnmaximierung zum Ziel haben und zeigt obendrein, dass die verantwortlichen Politiker (bei Amtsantritt vereidigt auf das Wohl des Volkes) das Wesentliche aus den Augen verlohren haben. Es gibt keine gemeinnützigen internationalen Konzerne, die das Wohl des deutschen Volkes zum Unternehmensziel haben! Aus diesem Grund gehört es verboten Bereiche der Öffentlichen Grundversorgung zu privatisieren. Diesbezügliche Verhandlungen innerhalb von sog. Freihandelsabkommen wie z.B. TTIP und TiSA sind grundsätzlich abzulehnen.

 

05/15/13

Unbeschwerte Kindheit

Eine unbeschwerte Kindheit führt unzweifelhaft zu einem gesunden Urvertrauen, einer positiven Lebenseinstellung und bildet somit den Grundstein für ein zufriedenes Dasein in jeder Gesellschaft.

Kindern wird heute aber suggeriert, dass das Leben schwierig ist indem man suggeriert gut sein zu müssen, damit man einen Lebensstandard erreicht, der Zufriedenheit verspricht. Die Terminkalender vieler Kinder ist heute so voll, wie der eines Managers. Viel wird gefördert, geübt und verabredet. Zeit zum Spielen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, oder einfach mal Langeweile zu haben fehlt.

So wachsen die Kinder heute schon mit Stress und Leistungsdruck während der Grundschulzeit heran. Früher konnte man auch mit einem Hautschulabschluß noch einen guten Job finden. Heute scheint man damit auf dem Abstellgleis zu landen, was die Ursache für den Druck, der verständlicherweise auch von den Eltern aufgebaut wird, ist. Aufgabe der Politik ist, diesen Druck von der Gesellschaft zu nehmen.

Die Märkte haben die Kinder als Konsumenten im Visier. Kinderzeitschriften sind voll mit Werbung. Werbung im Supermarkt oder im Fernsehen manipuliert die Kinder im Sinne der Gewinnmaximierung und nicht zum Wohle des Kindes.

Es gibt viele Gesetze zum Wohle des Kindes. Ob es um die Pflicht zum Tragen von Fahrradhelmen oder Richtlinien für Kindergärten und die Belieferung von Essen geht, der Staat regelt dies und regelt weit mehr und zu viel. Aber wenn die Interessen des Wirtschaftswachstums betroffen sind, scheint das Kindeswohl egal. Hier muss der Staat zukünftig das Wohl des Kindes über das der Wirtschaft stellen und Dinge wie Manipulative Werbung verbieten. Kinder können noch nicht differenzieren und daher werden sie von der Industrie ausgnutzt.

04/9/13

Die guten Sitten

Als Maßstab der guten Sitten zieht die Rechtssprechung das „Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden“ heran. So wie die Werte vom Markt verändert werden, werden aber auch die guten Sitten vom Markt definiert. Sitten sind augenblicklich dann gut, wenn sie dem Markt helfen zu wachsen. Womit die Prämisse nicht bei dem Wohl des Volkes liegt, sondern beim Wachstum der Oberschicht.

Meine Bank schrieb mir im Frühjahr 2013: Der Zinssatz für Sollzinsen liegt fortan bei 11,750% und für eine geduldete Überziehung bei 15,750%. Die Zinsen für einfache Guthaben liegen bei weniger als 1,000%. Da ein ähnliches Zinsniveau bei allen Banken zu finden ist, darf niemand von Wucher reder. Das kann nicht im Rahmen der guten Sitten liegen und unterliegt bestimmt nicht dem Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden. Verantwortlich für den Verfall der guten Sitten sind der Gesetzgeber und die Gesetzesvertreter – aber niemand in der Justiz oder der Politik unternimmt etwas.

Generell muss zukünftig mit Erstarken der historischen Werte auch das Anstandsgefühl wieder etwas gelten. Ohne Anstand wird ein glückliches Leben in unserer Gesellschaft nicht zu realisieren sein. Hierbei müssen die reichen und politischen Vorbilder eine Vorreiterrolle übernehmen. Es kann nicht sein, dass ein Politiker seinem Wahlauftrag gerecht wird, wenn er noch in fünf Aufsichtsräten sitzt oder regelmäßig Schulungen und Beratungen honoriert bekommt. Ein Kanzler Schröder darf nicht für die Werte der freien Welt plädieren um sich anschließend von einem totalitären Despoten für seine Arbeit bezahlen zu lassen.

03/27/13

Einheitliche Werte

Die Marktwirtschaft soll Mittel zum Zweck, ein Werkzeug, und nicht Bestimmung sein. In den Zeiten der ausufernden Märkte vergas man vollständig über Werte zu sprechen, Märkte und Wachstum waren und sind die einzigen Themen von Relevanz. Und so sind wir heute zu einer Marktgesellschaft geworden in der die Märkte neue Werte schaffen. Selbst die Wirtschaftkrise ab 2008 hat kein Werteumdenken angestoßen – bedenklich!

Eine Marktgesellschaft jedoch ist eine Lebensweise, in der das Wertesystem des Marktes in alle Aspekte menschlicher Bemühungen eingesickert ist. Sie ist ein Ort, an dem alle sozialen Beziehungen marktförmig geworden sind. (Sandel, S18)

Wenn man Dinge zu Handelswaren macht, muss man auch über die allgemeine moralische Auffassung hierüber nachdenken und diskutieren. Die Politik hat dies viel zu lange vernachlässigt. Man muss also über Güter wie z.B. Gesundheit, Ausbildung, Familie und auch über existenzielle Dinge wie Arbeit und Entlohnung unter moralischen Gesichtspunkten neu nachdenken.

Durch die Politik müssen den Märkten moralische Grenzen gesetzt werden und die großen Fragen der Menschen beantwortet. Hierbei muss sich jede Entscheidung auf eine breite moralische Basis stützen, sonst verändern sich allgemeingültige Werte. Menschen verdrießen und werden der Politik müde.

03/25/13

Beständigkeit

Wenn man über Beständigkeit nachdenkt muß man zwangsläufig auch über Forschritt nachdenken. Für die Wirtschaft ist Fortschritt gut, denn Sie eröffnet neue Absatzmärkte und verspricht neuen Aufschwung. Für den Menschen bedeutet er aber etwas Neues erlernen zu müssen und gleichzeitig etwas Althergebrachtes zu vergessen. Also auf der einen Seite steht Anstrengung in Form von Lernen – wir sprechen heute schon vom „lebenslangen Lernen“ und meinen es positiv – und auf der anderen Seite steht der Verlust von etwas Überlieferten und evtl. auch Liebgewonnenen. Beides geht einher. In dem Maße in dem man sich mit Fortschritt und neuer Technologie beschäftig fehlt einem die Zeit sich mit familiären oder kulturellen Überlieferungen zu beschäftigen. Wer weiß heute noch, wie man Sauerkraut selbst herstellt oder Fleisch für den Winter konserviert? Praktische Dinge eben, die einem auch helfen, wenn mal der Strom ausfällt.

Ich weiß nicht, wieviel Rechtschreibreformen es seit meiner Schulzeit gegeben hat, muss ich die alle mitmachen? Jede Veränderung mag nötig sein, sollte aber doppelt und dreifach hinterfragt werden, da eine Veränderung immer auch ein Stück Kulturverlust darstellt. Mit einer heutigen chinesischen Schulbildung können Sie noch chinesiche Texte von vor 2000 Jahren verstehen.  2000 Jahre alte germanische Texte lesen? Kennt die überhaupt jemand? Der Mensch ist froh, wenn er sich zurecht findet und als Erwachsener mit seinem Wissen im Leben sein Auskommen hat. Dann bleibt nämlich noch Platz für das Wesentliche im Leben: Familie, Freunde, Muße oder einfach Müßiggang und Erholung. Der Erwachsene Mensch hätte durch Beständigkeit die Möglichkeit abzuschalten und Dinge nach eigenem Belieben zu machen. Fortschritt, „Lebenslanges Lernen“ und die Konfrontation mit ständig neuen Entwicklungen und auch politischen Veränderungen geben den Menschen keine Beständigkeit, keinen Halt und keine Sicherheit, sondern erzeugen fortwährenden Stress. Er kann nicht mehr selbst entscheiden, worin liegen meine Vorlieben und was möchte ich in meiner Freizeit gerne tun. Nicht ohne Grund gibt es so viele Burn-Out-Fälle und psychische Erkrankungen wie noch nie.

Fortschritt darf nicht zu einem gesellschaftlichen Zwang werden. Er muss langsamer im Sinne der Beständigkeit zu gesellschaftlichen Normen werden. „Ja, ich habe kein Handy“, muß man auch heute noch sagen dürfen, ohne als antiquirt und chancenlos zu gelten. Aber wer traut sich dies bei einem Einstellungsgespräch heute noch zu sagen.

10/18/12

Gerechtigkeit

Bei allen politischen Entscheidungen muss an oberster Stelle die Gerechtigkeit stehen. Eigentlich das normalste der Welt, dennoch immer wieder ignoriert – zugunsten der oberen Zehntausend. Wie anders kann man erklären, dass die Reichen immer Reicher werden?

Die Zeit berichtetete: „Deutschland hat jetzt eine Uhr, die Reichtum anzeigt. Man findet sie auf der Internetseite des neu gegründeten Bündnisses »Umfairteilen«. Danach besitzen die Deutschen unvorstellbare 7,5 Billionen Euro, von denen unvorstellbare 63 Prozent dem reichsten Zehntel der Gesellschaft gehören. Dessen Vermögen beträgt exakt 4.735.827.780.210 Euro. Wobei sich die hinteren Ziffern mit atemraubender Geschwindigkeit verändern. Kaum hat man sich umgedreht, liegen schon wieder hunderttausend Euro mehr auf den Konten der oberen zehn Prozent. Die Reichen werden reicher, auch das ist die Botschaft dieser Uhr. Es ist ein Wahnsinn.“

Es kann also gespart und verdient werden. Gerechtigkeit bedeutet aber, dass jeder etwas davon erhält.

Gerechtigkeit bedeutet auch, dass Subventionen und Förderungen jedem gleichermaßen zu Teil werden. Rister und Rürup helfen leider nur in dem Maße in dem man auch gut verdient. Das ist ungerecht. Das alte Motto „Leistung soll sich auszahlen“ stimmt leider nicht mehr. Niedriglöhne und Zeitarbeitsagenturen führen zu hohen Leistungen aber weniger Auszahlungen. Das Motto ist veraltet und darf heute keiner Rechtfertigung dienen.

Die Einzige Lösung ist eine allgemeine Gleichbehandlung der Bürger – einkommensunabhängig.

Die resultierenden Forderungen:

  • Die Reichen begleichen die Staatsschulden, sie haben viele Jahrzehnte gut an der Marktwirtschaft und den Staatsschulden verdient.
  • Ein gleiches Grundeinkommen für jeden Bürger.
04/30/12

Partizipation

Die Demokratie lebt eigentlich von der Teilnahme der Bevölkerung an Entscheidungen, an der Mitgestaltung der Regeln eines zufriedenstellenden Zusammenlebens. Doch in Deutschland sehen viele die Entscheider, die gewählten Vertreter des Volkes, dem Volk entrückt.

Die Meisten winken resigniert ab, wenn man nach Mitbestimmung des Wählers in der Politik fragt. Es ist normal, dass Themen des Wahlkampfes nach der Wahl anders gesehen werden oder das Parteien Grundsatzlinien verlassen und plötzlich vom Gegenteil überzeugt sind. Der Wähler weiß nicht mehr was oder wen er wählen soll, da es unsicher ist, von wem seine Meinung gut vertreten wird.

Daher wird es Zeit für mehr Direkt-Demokratie, Volksabstimmungen, zumindest zu wichtigen Themen, sollten eine gute Lösung sein. Dies wäre eine Möglichkeit den Bürger direkt mitbestimmen zu lassen und ihm Verantwortung zu übertragen und Mündigkeit zu beweisen. Ein großer Ertrag für das Selbstwertgefühl des Bürgers.

Partizipation ist ein verbreitetes Bedürfnis innerhalb der Gesellschaft. Bloße Anordnungen oder Kommandos reichen nicht mehr aus. Das Volk möchte in seinem Denken ernst genommen werden – auch wenn es nicht immer Recht haben mag.

Aber auch bei der Gestaltung des öffentlichen Lebens darf der Bürger mehr in die Verantwortung genommen werden. Wenn ein Gemeinde z.B. kein Geld für die Sanierung eines Schwimmbades hat, warum fragt man in der Gemeinde nicht zunächst einmal nach Hilfe. Das alte Motto „viele Hände, schnelles Ende“ könnte sich auch hier wieder etablieren. Es muß doch gehen, aus der Sanierung eines Bades ein kleines Bürgerfest zu machen, oder Spenden zu organisieren, jeder kann sicher einen Teil für die Lebensqualität in seiner Gemeinde aufbringen. Zumal eine gemeinsame Aktion zur Renovierung eines Bades verbindet und den Zusammenhalt in der Kommune stärkt. Selbst höhere Eintrittspreise müßten dann nicht unbedingt sein. Evtl. kann man für solche Projekte ein gewisses Maß an Sonderurlaubstagen legitimieren.

Forderungen:

– Volksabstimmungen
– Mehr Aufklärung und Hintergrundinformationen für eine optimalen Meinungsbildung
– Mehr Bürgerbeteiligung bei Kommunalen Projekten

04/23/12

Anerkennung

Was lernen Manager u.a. in teuren Lehrgängen zum Thema Mitarbeitermotivation? Loben! Mitarbeiter deren Leistung durch ein Lob anerkannt wird, sind motivierter und dadurch leistungsfähiger. Lobend und bürgernah könnte auch unser Staat sein. So kennt man ihn aber leider nicht. Warum lobt der Staat nicht mal seine Bürger, wenn Sie 20, 30 oder über 40 Jahre im Berufsleben standen und es geschafft haben, ohne soziale Hilfen auszukommen? Wenn Sie lange Zeit ehrenamtlich für die Allgemeinheit tätig waren? Wenn Sie etwas außerordentliches geleistet haben? Oder, wenn Sie einfach gute Menschen und Mitbürger sind?

Leistung sollte anerkannt und honoriert werden. Hier muss der Staat mehr Nähe zum Bürger erzeugen! In den Kommunen sollte mehr Engagement durch den Bürger beworben werden. Denn nur, wer auf andere zugeht, wird neue Freunde finden.

Im Gegenzug sollte kein Einsatz eben auch keine Belobigung erfahren. Ich bin mir sicher alleine durch ihren Stand und ihre Herkunft werden es Kinder reicher Familien immer besser und einfacher haben als andere Kinder. Ich bin generell dafür, dass Erbschaften ab einer gewissen Summe generell dem Staat zufallen. Da heute eine Millionen schnell weg ist, sollte diese Summe wesentlich Höher sein. Warum sollen Menschen, nur weil sie in eine bestimmte Familie geboren wurden besser gestellt sein als Menschen, die dieses Glück nicht hatten? Dies ist der erste Schritt zu einer gerechten Verteilung der Mittel.

04/23/12

Freiheit

Freiheit ist einer der wichtigsten Glücksfaktoren. Fehlt dieser ist ein glückliches Leben nicht möglich. Viele Freiheiten sind daher per Grundgesetz definiert worden.

Schleichend sind und werden diese Grundrechte bzw. Freiheitsrechte immer mehr aus Gründen der Sicherheit eingeschränkt. Angst ist ein schlechter Garant für die Freiheit und wer mit Sicherheit wirbt macht Angst vor dem was kommen mag.

Furcht besiegt mehr Menschen als irgendetwas anderes auf der Welt.
Ralph Waldo Emerson, *25-Mai-1803, † 27-Apr-1882

Zur Freiheit gehört auch das Recht auf Selbstbestimmung, viele Bürger sehen sich hier stark eingeschränkt. Bestimmt kann man dies verbessern. Oberster Ratgeber bei allen politischen Entscheidungen sollte die Freiheit der Bürger sein. Hierbei sollte immer folgende Aussage Rousseaus bedacht werden:

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.
Jean-Jacques Rousseau, *28-Jun-1712, † 02-Jul-1778