Das Glück

Von Herr Maier

Wenn wir von Glück sprechen, dann denkt man oft an ein fortwährendes persönliches Lebensglück, dass sich uneingeschränkt und immer einstellt. Das wird innerhalb einer sozialen Gemeinschaft schwer zu erreichen sein, weil das eigene Lebensglück unweigerlich mit dem Glück der Mitmenschen zusammenhängt. Um ein glückliches Leben zu erreichen, muss das eigene Leben, sowie das Leben der Gesellschaft mit den universellen Werten übereinstimmen.

Zudem gibt es, gemäß der Lebensqualitätsforschung 1, über die Kulturen der Welt hinweg einheitliche Bedürfnisse zum Einstellen eines Glücksgefühls. Hierzu zählen Gesundheit, Familie, Freundschaft und Lebenssinn, die für ein Glücksgefühl notwendig sind. Auch Bedürfnisse, wie Zeit, freie Entfaltung, Kreativität und Muße möchte ich hinzuzählen. Die Glücksforschung verbildlicht zwischenmenschliche Kontakte durch verbundene Drähte oder „Resonanzachsen“, die durch Interaktion zum Vibrieren gebracht werden können. Je mehr sie schwingen, desto glücklicher das Leben. Lebendige Kontakte sind danach sehr wichtig für ein persönliches Wohlbefinden.

Den Sinn im Leben muss jeder für sich finden. Für den Einen ist es die Familie, die Kunst oder die Firma und für den anderen z.B. die Altenpflege oder die Entwicklungshilfe. Der Staat hat nur die Aufgabe den Rahmen und die Möglichkeiten für die freie Suche zu schaffen. Es gibt Wegbereiter, wie z.B. Toleranz (im Zweifel für den Anderen entscheiden), Hilfsbereitschaft oder Mitgefühl. Die Erfahrung einer ehrlichen Dankbarkeit kann einen Menschen glücklich machen. Für viele ist es der Lebenssinn geworden. Gerade auf der Ebene der Sinnerfahrungen zeigt sich, dass die Moral und die damit verbundenen Werte ein „Mitspieler des Glücks“ sind. Ebenso zeigt sich, wer mit Solidarität, Gemeinsinn und Respekt handelt, gewinnt etwas Glück.

Ein Staat der sein Volk glücklich machen möchte, hat die Verpflichtung Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen. Dazu gehört auch, dass wieder mehr über Glück gesprochen wird – auch in der Politik – daher diese Schrift.

Quellen:

  1. Zeit Spezial: „Was ist das gute Leben?, Juni 2013, S.14“)