09/7/12

Die Natur

Die Natur ist die Wurzel allen Seins. Ohne Natur gäbe es keine menschliche Existenz, daher ist die Natur von höchstem Wert und höchster Wert an sich. Der Mensch kann sich nicht über sie stellen ohne sie gleichzeitig zu zerstören. In diesem Sinne muss der Mensch erkennen, dass er nicht wichtiger ist als die Natur.

Der Mensch als Teil der Natur ist auch selbst Natur. Wenn dieser kleine Teil aber das für ihn lebenswichtige Ganze gefährdet oder zerstört, ist er krankhaft und schadhaft und gehört vom Ganzen ausgeschlossen. Ähnlich einem Krebsgeschwür, welches auch Teil des Menschen ist, aber dennoch entfernt wird. Der Mensch ist nicht wichtiger als die Natur, weshalb sich der Mensch in Demut und Respekt der Natur unterordnen soll. Alle Entscheidungen müssen mit Bedacht im Sinne der Erhaltung der Natur – unserer Lebensgrundlage – gefällt werden.

Die Befähigung des Menschen etwas tun zu können, rechtfertigt noch lange nicht es auch wirklich zu tun!

Das potenzielle Wachstum der Menschheit führt zwangsläufig zur Vernichtung unserer Lebensgrundlage. In unseren Wäldern wird die Population der Wildschweine oder Füchse stets überwacht. Werden es zu viele, so dass Sie das Gleichgewicht im Wald gefährden, gibt der Förster ein gewisses Kontingent zum Abschuss frei um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Wenn wir also eingesehen haben, dass der Mensch sich selbst seiner Lebensgrundlage beraubt und dies schlußendlich aus Gründen des Bevölkerungswachstum, dann müssen wir auch einsehen, dass wir die Zahl der Menschen auf unserem Planeten verringern müssen. Deshalb müssen wir zukünftig auch über Geburtenkontrolle sprechen. Denn vor Natur und Gott ist das kontrolliert lebende Wildschwein nicht mehr oder weniger Wert als der unkontrolliert wuchernde Mensch.

Der Mensch hat die Atombombe entwickelt und auch abgeworfen. Er hat sich an den Rand einer nuklearen Katastrophe gebracht. Er führt Kriege und bringt damit Zerstörung. Wirtschaftswachstum als Staatsprämisse schließt ein Leben im Einklang mit der Natur aus. Der Mensch bescherte uns die Klimakatastrophe (Erderwärumg, Treibhauseffekt, Ozonloch). Der Mensch ist von daher selbstzerstörerisch.

All dies muss verantwortet werden von der sogenannten „zivilisierten“ Welt. Genau von den Staaten und Ländern also, die sich Freiheit und moralische Werte auf die Fahnen geschrieben haben und weiterhin glauben, diese Werte durch Kriege und Globalisierung in die Welt tragen zu dürfen. Tatsächlich zeigt sich aber durch die Handlungen der industrialisierten Mächte, dass es mit dessen moralischen Werten nicht weit her ist.  Von der Achtung der Natur gar nicht gesprochen.

Das der Mensch in der Lage ist, weise und besonnen Entscheidungen im Sinne der Natur zu treffen, hat er bisher nicht unter Beweis gestellt und darf auch für die Zukunft stark bezweifelt werden. Menschlicher Fortschritt muss daher kritisch betrachtet werden und im Einklang mit der Natur stattfinden. Eine moralische Institution muss mit Hilfe von Selbstkritik politische Entscheidungen hinterfragen.

Entscheidungen müssen im Zweifel für die Natur und gegen den Fortschritt gefällt werden. Egal ob Fracking, Gentechnik oder Atomstrom – Entscheidung, die der Natur zu wieder laufen, da sie durch große Gefahren den Lebensraum unserer Gesellschaft gefährden, dürfen nicht akzeptiert werden. Der Mensch und damit die industrialisierten Länder, müssen sich in Demut und Respekt vor der Natur verneigen und Abbitte leisten.

Ausprägungen des moralischen Anthropozentrismus sind 1:

  • Basic-Needs-Argument: Der Mensch ist als Mensch auf die Natur angewiesen. Die Natur zu schützen ist erforderlich, um die menschlichen Lebensgrundlagen zu sichern.
  • ästhetisches Argument: Die Natur ist einzigartig und für den Menschen unverzichtbar. Von materiellen Belangen abgesehen braucht der Mensch die Natur, um gut und glücklich leben zu können.
  • pädagogisches Argument: Die Natur respektvoll zu behandeln und mit ihr gut umzugehen erzieht den Menschen zu einem friedvolleren und besseren Umgang mit anderen Menschen.

 

Quellen:

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Anthropozentrismus